Simon Nuß übernimmt Bereichsleitung OFFICE bei Brockhoff

Essen, 16. September 2021. Mit Simon Nuß als neuen Bereichsleiter OFFICE, hat Brockhoff einen erfahrenen Immobilienberater gewinnen können, der seit knapp 15 Jahren auf dem Immobilienmarkt tätig ist. Der Dortmunder ist gelernter Immobilienkaufmann und hat an der EBZ (Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft) einen Abschluss zum Bachelor of Arts in Real Estate absolviert. In seiner letzten Position verantwortete er den Bereich Bürovermietung bei einem renommierten Kölner Immobilienbüro. Bei Brockhoff wird Simon Nuß das Team OFFICE leiten und den Bereich operativ ausbauen. Der weitere Aufbau von Strukturen und Prozessen im wachsenden Team werden in seinem Fokus liegen, um den Kunden einen noch besseren Service zu ermöglichen.

Der langjährige Mitarbeiter Tobias Altenbeck, Mitglied der Geschäftsleitung und Bereichsleiter OFFICE und LOGISTICS, wird sich in Zukunft noch stärker auf seine Aufgaben in der Geschäftsleitung beim Essener Immobilienberater konzentrieren. Langjährige Schlüsselkunden sowie außergewöhnlich große Transaktionen der Bereiche OFFICE und LOGISTICS werden weiterhin durch Altenbeck (B. A. Real Estate) betreut.

„Die neue Aufgabenverteilung in unserem Hause ist ein folgerichtiger Schritt unseres guten Ge(schäftserfolgs. Ich danke Tobias Altenbeck für seine herausragenden Leistungen der letzten Jahre und freue mich, mit Simon Nuß einen ebenbürtigen Nachfolger für unsere Teamleitung gefunden zu haben,“ kommentiert Eckhard Brockhoff, geschäftsführender Gesellschafter von Brockhoff, seine Personalentscheidung.

Bundestag der Immobilienwirtschaft 23.+24.06. 2021 in St. Pölten – Vortrag Eckhard Brockhoff

Bundestag der Immobilienwirtschaft 23.+24.06. 2021 in St. Pölten

Vortrag Eckhard Brockhoff

„Auswirkungen der Pandemie auf die Immobilienwirtschaft im Bereich Handels- und Gewerbeimmobilien“

Kunstrausch in unseren Büroräumen

Wir danken Ralf Kaspers für den neuen Kunstrausch in unseren Büroräumen.

Diese Woche konnten wir uns sehr über die neuen Kunstfotografien in unseren Räumlichkeiten erfreuen. Den Eingang schmückt nun das Bild „EINEMILLIONEURO“.

Ein monumentaler Turm von Geldscheinen, der in der Summe tatsächlich den Betrag von 1 Million Euro ausmacht. Schwindelerregend hoch – wie auch die Bedeutung des Geldes in der gesellschaftlichen Realität.

Das Bild lädt ein zu individuellen Sinnzuweisungen wie auch im Kontext möglicher Wunschvorstellungen ein. Ein Tauschobjekt, eine Siegesprämie oder doch eine Last…

Wir freuen uns über die künstlerischen Gedankenbewegungen, die durch die neue Kunst bei unseren Beobachtern in Gang getrieben wird.

gallery-kaspers.com

 

Wir gratulieren Professor Karl Werner Schulte zu seinem stolzen 75.Geburtstag

 

Wir gratulieren Professor Karl Werner Schulte zu seinem stolzen 75.Geburtstag und wünschen ihm alles Gute und Liebe.
Sein Lebenswerk ist unvergleichlich in der Geschichte der Immobilienwelt. Vom Ruhrgebiet bis weit nach Afrika reichen seine Lehren für die Welt der Immobilienforscher.

Sein Name ist mit Titeln geschmückt, die noch niemandem verliehen wurden und seine Wikipedia Einträge reichen von „Nestor der Immobilienökonomie“ bis hin zu „einer der angesehensten Immobilienökonomen der Welt“.

Trotz all der Wissenschaft und Akademie sind die Herzen seines Umfeldes jedoch ganz stark von seinem Humor und seiner Menschlichkeit geprägt.

Und besonders mit FC Schalke 04 scheint Ihm die Lebensfreude nie auszugehen.

Wir feiern KW Schulte und seinen Geburtstag in allen Ehren!

Eigentümer leiden unter gekürzten Mieten

Der wochenlange Lockdown treibt Gastronomen und Einzelhändler immer weiter in die wirtschaftliche Krise. Ein Instrument zum Überleben sind Nachlässe bei den Mieten. Doch allmählich begehren auch jene Hauseigentümer auf, die auf die monatlichen Zahlungen angewiesen sind und sich zunehmend allein gelassen fühlen.

„Gastronomen und Einzelhändler erhalten staatliche Zuschüsse, obwohl sie im Lockdown zumindest zum Teil weiter- verkaufen können. Hauseigentümer gehen aber völlig leer aus”, beklagt Eckhard Brockhoff. Der Gewerbeimmobilien-Makler aus Essen hat nach eigenen Angaben Daten von bundesweit rund 18.000 Eigentümern in seiner Kartei und einen guten Überblick über die Branche – vor allem im Ruhrgebiet. Brockhoff spürt, dass es unter den Eigentümern gärt. Einzelhändler, allen voran Filialisten, kürzen reihenweise die Miete, zahlen auf Vorbehalt oder setzen die Zahlung ganz aus. Erstaunlich ist, dass Betreiber einzelner Läden im Moment die zuverlässigsten Mieter sind”, beobachtet er. „Auch wenn sich Hauseigentümer einen Anwalt nehmen, bleibt die Lage völlig unübersichtlich, weil es sehr unterschiedliche Gerichtsurteile zu dem Thema gibt.”

Was ist geschehen? Zu Jahresbeginn ist ein Gesetz in Kraft getreten, das Mietvertragsanpassungen während der Laufzeit ermöglicht. Der Bund will damit die Folgen des Lockdowns abfedern. Die Gastronomie ist seit dem 1. November 2020 geschlossen, weite Teile des Einzelhandels seit dem 16. Dezember. Erst seit Mitte März können Läden per Terminvergabe und inzwischen bei Vorlage eines negativen Corona-Tests wieder eingeschränkt öffnen.

„Mit der Gesetzesänderung hat der Bund Verhandlungen über die Miete während der Laufzeit des Vertrags ermöglicht und damit das Risiko von Ausfällen auf den Vermieter verlagert“, meint Werner Weskamp, Geschäftsführer des Landes-Eigentümerverbands Haus & Grund Ruhr. „Vermieter haben natürlich ein Interesse daran, Händler und Gastronomen in ihren Räumen zu halten“, meint der Jurist. Angesichts der nicht enden wollenden Corona-Pandemie, beobachtet Weskamp, nehme die Zahl der Mieter zu, die bei Haus & Grund rechtlichen Rat suchen. Denn sie seien auf die Einnahmen angewiesen.

Das sieht auch der Essener Makler Brockhoff so. „Im Schnitt gehören Immobilien mit Ladenlokalen im Erdgeschoss zur Hälfte Privatleuten, Familien oder Erbengemeinschaften. Die andere Hälfte sind institutionelle Anleger”, sagt er. „Hauseigentümer nutzen die Mieteinnahmen häufig als Ergänzung zu ihrer Rente. Sie leben davon.“ Was Brockhoff besonders ärgert: „Diese Hauseigentümer haben aber keine Lobby, die ihre Interessen gegenüber der Bundesregierung vertreten.”

Werner Weskamp bringt deshalb einen Hilfsfonds ins Spiel, der nicht-institutionellen Eigentümern von Immobilien durch die schwierige Zeit helfen könnte. Bei Haus & Grund wird aber auch die Forderung nach mehr Transparenz laut. „Beide Seiten müssen sich arrangieren. Das bedeutet aber auch, dass Händler und Gastronomen Einblick in ihre wirtschaftlichen Kennzahlen ermöglichen”, so Weskamp.

 

Beide Experten erwarten, dass die Pandemie-Bekämpfung deutliche Spuren im Stadtbild hinterlassen werde. „Die gefährliche Zeit beginnt erst, wenn Betriebe in Schwierigkeiten wieder Insolvenz anmelden müssen“, meint Weskamp im Hinblick auf die nur ausgesetzte Pflicht, Insolvenzverfahren einzuleiten. Auch wenn etliche Gewerbetreibende aufgeben sollten, sieht man bei Haus & Grund in dem Strukturwandel auch eine Chance. Weskamp: „Wenn einige Händler und Gastronomen aufgeben, gibt es zumindest die Perspektive, die Ladenlokale in Wohnraum umzuwandeln, sofern keine gewerbliche Nachnutzung mehr angebahnt werden kann.”

Makler Eckhard Brockhoff rechnet mit einem anderen Szenario: „Ich erwarte, dass viele Einzelhändler aufgeben werden. Auf der anderen Seite wird die Gastronomie ab Sommer, wenn mehr Menschen geimpft sind, explodieren. Die Menschen haben das Bedürfnis, wieder auszugehen.“

Immobilienmakler (m/w/d) LOGISTICS (Vermietung/Verkauf) mit Perspektive zum Teamleiter

Brockhoff prägt seit über drei Jahrzenten den Markt für Gewerbeimmobilien im Ruhrgebiet und ist der größte lokale Gewerbe-Makler in Deutschland. Wir haben bei nahezu allen bedeutenden Vermietungen und Verkäufen mitgemischt und wollen mit Ihrer Hilfe sicherstellen, dass dies auch in den nächsten 30 Jahren der Fall ist.

Zum Ausbau des Geschäftsfeldes LOGISTICS suchen wir zum nächst möglichem Zeitpunkt einen

Immobilienmakler (m/w/d) LOGISTICS (Vermietung/Verkauf) mit Perspektive zum Teamleiter

Die besondere Herausforderung: Zunächst sind Sie das Team und es liegt an Ihnen dieses möglichst schnell zu erweitern.

 

Ihre zukünftige Position

In dieser verantwortungsvollen Position akquirieren Sie Vermietungs- und Verkaufsaufträge für Hallenflächen und Logistikzentren und übernehmen die Beratung und Betreuung der Kunden von der Anfrage, über Besichtigungen vor Ort bis zum Vertragsabschluss. Sie entwickeln innovative Vermarktungsstrategien und haben dabei die Markt-und Wettbewerbssituation immer im Blick.  Die Pflege und Erweiterung Ihres Netzwerkes sowie der Datenbasis ist für Sie selbstverständlich.

Ihre Kompetenzen

  • Eine vertriebsorientierte Ausbildung resp. Studium mit (Immobilien-)wirtschaftlichem Hintergrund
  • Nachweisliche Vermietungserfahrung im deutschen Logistikmarkt
  • Ausgeprägtes Kommunikations-  und Verhandlungsgeschick
  • Selbstständige, strukturierte Arbeitsweise gemeinsam mit einem professionellen, verbindlichen Auftreten sowie höflicher Hartnäckigkeit
  • Flexibilität und hohe Einsatzbereitschaft
  • Sicherer Umgang mit MS Office (Word, Excel, PowerPoint)

Ihre Perspektiven

Bei uns können Sie sich freuen auf

  • selbständiges Arbeiten und Einbringen eigener Ideen
  • schlanke Strukturen und schnelle Entscheidungswege
  • leistungsgerechte Vergütung
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Teamevents
  • Arbeit in einem jungen, dynamischen Team
  • beste technische Ausstattung
  • eine vertragliche Daueranstellung
  • Dienstwagen (auch zur privaten Nutzung)
  • kostenlose Mitarbeiterparkplätze direkt am Haus
  • klimatisierte Büroräume

Wenn Sie in dieser Position eine neue passende Herausforderung sehen – bewerben Sie sich online unter karriere@brockhoff.de mit Angaben zum möglichen Eintrittstermin sowie Ihrer Gehaltsvorstellung. Wir werden uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen.

Wir stellen ein! Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte (m/w/d)

An unserem Unternehmenssitz in Essen arbeitet ein starkes Team aus erfahrenen Immobilienexperten und kreativen Young Professionals. Zur Verstärkung unseres leistungsstarken Teams suchen wir eine

Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r (m/w/d)

Ihre Aufgaben:

• Erstellung der umfangreichen Korrespondenz nach Band (ca. 80%)
• Elektronische und Papierablage
• Terminkoordination
• Organisation der Wiedervorlage
• Aktualisierung von Stammdaten
• Aufbereitung relevanter Unterlagen für den geschäftsführenden Gesellschafter
• Charmanter und höflicher Umgang mit unseren Besuchern und Anrufern

Vertretungsweise:
• Vorbereitung der Besprechungszimmer
• Erstellung und Versand von Mailings

Ihr Profil:

• Souveräne Beherrschung der deutschen Sprache
• Sehr gute Kenntnisse von MS Office
• Überdurchschnittlich gute Schul- und Berufsschulzeugnisse
• Loyalität und hohe Vertrauenswürdigkeit
• Engagement, Teamfähigkeit
• Spaß daran, mit Menschen umzugehen
• Angemessener und stilsicherer Kleidungsstil
• Gute Umgangsformen und Allgemeinwissen

Unser Angebot:

• Überdurchschnittliche Bezahlung
• Daueranstellung in einem engagierten und dynamischen Team
• Interessante und abwechslungsreiche Aufgabenstellungen
• Kurze Entscheidungswege und optimale Organisation der Arbeitsabläufe
• Attraktiver Unternehmenssitz nahe der Essener Innenstadt
• Hightech-Arbeitsplatz mit modernster Büroausstattung mit neuster Software
• Kostenfreie Mitarbeiterparkplätze direkt am Haus

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann gelangen Sie hier direkt zu unserem Bewerbungsformular.

Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf, Foto, Zeugniskopien, möglichen Eintrittstermin sowie Ihrer Gehaltsvorstellung. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Tel: 0201-8109267 gern zur Verfügung. Brockhoff & Partner Immobilien GmbH, Engelbertstr. 43, 45139 Essen
karriere@brockhoff.de, www.brockhoff.de.

Handel ist Wandel: Chancen für die Innenstadtentwicklung

(Essen, 14.7.2020). Sollte die Schließung der Galeria Karstadt Kaufhof Filialen nicht zu verhindern sein, birgt dies auch Chancen für die Innenstädte. Denn die Filialen befinden sich immer in 1A-Lage, sodass sowohl die Gebäude als auch die Grundstücke zahlreiche Entwicklungsperspektiven bieten. Erfolgreich gelungen ist der Wandel bereits in Essen-Rüttenscheid. Dort ist an dem ehemaligen Karstadt-Hertie-Standort das renommierte Geschäftshaus RÜ 62 entstanden, das heute über 500 Menschen einen Arbeitsplatz bietet und die neue Lauffrequenz dem umliegenden Handel nutzt.

Gewerkschaften, Mitarbeiter und Bürgermeister kämpfen zurecht gegen die Schließung der Galeria Karstadt Kaufhof-Warenhäuser. Sollte dies dennoch nicht zu verhindern sein, so empfiehlt der Essener Immobilienmakler Brockhoff & Partner, umgehend mit den Immobilieneigentümern zu besprechen, ob diese zu größeren Umbauarbeiten oder zu einem Abriss mit nachgelagertem Neubau bereit sind. Oft sei ein Abbruch günstiger, sagt der Immobilienexperte Eckhard Brockhoff, der in seinem Netzwerk zahlreiche Investoren hat, die am Ankauf der Immobilien interessiert seien. Trotz Corona sei viel Geld im Markt, das auf Immobilieninvestitionen warte. Auch Brockhoff selbst zeigt Interesse an Standorten im Ruhrgebiet.

„Wichtig bei der Neukonzeptionierung wird es sein, einen guten Draht zu den Städten und entsprechenden Bauämtern aufzubauen. Wenn alles reibungslos läuft, können an den alten Standorten dann schon in drei bis vier Jahren neue, attraktivere Immobilien mit einem zeitgemäßen Nutzungskonzept entstehen,“ erklärt Eckhard Brockhoff, der bereits seit über dreißig Jahren bundesweit einzelhandelsgenutzte Immobilien vermarktet. Das Verschwinden zahlreicher Kaufhäuser, wie Kaufring, Horten, Hertie, Kaufhof, Karstadt und weiteren zeige deutlich, dass das Konzept „Warenhaus“ nicht mehr funktioniere. Großflächige Textiler kämen in naher Zukunft in dieselbe bedrohliche Lage.

Abriss und Neubau könnten vielerorts kosteneffizienter sein, da sich die Bestandsobjekte aufgrund von Investitionsstau oft in einem desolaten Zustand befänden und allein die Unterhaltungskosten immens seien.

Brockhoff selbst machte im belebten Stadtteil Essen-Rüttenscheid vor, wie die Zukunft eines ehemaligen Warenhausstandortes aussehen kann. Gemeinsam mit zwei Partnern riss er das unansehnliche Karstadt-Hertie-Haus ab und errichtete an selber Stelle das attraktive Geschäftshaus RÜ 62 mit einer Mieterstruktur, die Einzelhandel- und Büronutzer berücksichtigt. Zu den renommierten Mietern zählen der Sternekoch Nelson Müller, Edeka, Deichmann, Aldi sowie Anwalts- und Notarkanzleien. „Die Lauffrequenz rund um das Geschäftshaus hat sich verdreifacht, da die neuen Mieter eine höhere Magnetfunktion haben als das alte Kaufhaus,“ so der Immobilienexperte.

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Brockhoff OFFICE ist innerhalb der 1987 in Essen gegründeten Brockhoff & Partner Immobilien GmbH zuständig für die Vermietung von Büroimmobilien. Das Unternehmen ist Immobilienmarktführer im Ruhrgebiet und eine der führenden, inhabergeführten Immobiliengesellschaften in Deutschland.

Einzelhändler drehen Hilfspaket für Wohnungsmieter um und bringen Vermieter durch Aussetzen von Miet- und Nebenkostenzahlungen in Existenznot

Eigentlich hatte sich die Politik ein Hilfspaket für Wohnungsmieter mit ernsten finanziellen Schwierigkeiten ausgedacht. Doch viele Einzelhandels-Filialisten zeigen sich als Trittbrettfahrer und bringen Vermieter in finanzielle Schwierigkeiten. Gegenseitige Einigung? Fehlanzeige! Kopierte Briefe an den Vermieter und überlastete Hotlines lassen kaum eine persönliche Einigung, mit der beide Parteien leben können, zu. Anstelle ihre Liquiditätsprobleme an Eides statt zu versichern, so wie es die neue Gesetzeslage vorsieht, drohen sie dem Mieter mit dem Anwalt. Die Forderung vom HDE-Vorsitzenden Stefan Genth, Vermieter sollen pauschal auf 50% Miete verzichten, können sich viele Vermieter schlichtweg nicht leisten.

„Wenn die betreffenden Unternehmen wenigstens verkünden würden, dass sie selbst auch Gehaltskürzungen in den Chefetagen vornehmen, dann hätte man als Vermieter noch mehr Verständnis. Aber anstelle dessen wird alles auf den Vermieter abgeladen. Mir liegen viele kopierte Briefe mit unpersonalisierten E-Mail-Adressen und überlasteten Hotlines vor, in dem die Miet- und Nebenkostenaussetzung einfach verkündet wird. Vorsichtshalber wird, zumindest teilweise, direkt mit dem Anwalt gedroht. So kann man als Vermieter nicht einmal ins Gespräch gehen und eine Lösung erzielen, die für beide Parteien gütig ist“, beschwert sich Eckhard Brockhoff über das Verhalten von immer mehr Einzelhandels-Filialisten, die das ursprünglich für Wohnungsmieter gedachte Hilfspaket nun umkehren und so Vermieter in die Existenznot bringen. Der Einzelhandelsimmobilien-Experte ist, wie so viele Vermieter, enttäuscht von einigen Einzelhandelsunternehmen. Zumal es sich zum Teil um jahrzehntelange Mietpartnerschaften handelt.

Einige dieser Unternehmen haben vor kurzem noch in der Öffentlichkeit davon berichtet, dass sie ohne Fremdmittel arbeiten. „Es ist doch keine Schande, wenn sie sich in dieser Phase auch mal um Bankmittel bemühen, um ihre Liquidität zu sichern. Das ist doch ganz natürlich“, ist Brockhoff überzeugt.

Es gibt immer mehr Unternehmen, die sich dieser Methoden bedienen. Adidas ist zurückgerudert. Deichmann bisher nicht. Deichmann zahlt keine Nebenkosten und keine Miete. Die Parfümerie Pieper zahlt Nebenkosten, aber keine Miete. Das Unternehmen KIND Hörgeräte, das seine Läden überwiegend noch in Betrieb hat, hat auch Miet- und Nebenkostenzahlungen abgelehnt, ist aber wohl im Einzelgespräch mit Eigentümern kompromissbereit. Gerry Weber hat nicht nur bekannt gegeben, keine Miet- und Nebenkosten mehr zu zahlen, sondern will auch Teile der März-Zahlungen zurückerstattet bekommen. Ernsting´s family will ebenfalls keine Miet- und Nebenkosten zahlen. Genauso die Thalia Buchhandlung. Das Unternehmen Bijou Brigitte zeigt sich im persönlichen Gespräch kompromissbereit. Auch der Modehersteller H&M spricht von Stundungen und will sich nur um Einzelfälle bemühen.

Müssen jetzt Vermieter ihre Liquiditätsprobleme offenlegen?

Von der Einzelfallregelung ist bei mehreren Einzelhandelsunternehmen zu hören. Bedeutet dies doch im Umkehrschluss, dass dann nicht mehr der Mieter, sondern der Vermieter offenlegen muss, dass er eine finanzielle Notlage hat. „So hat die Politik das nicht gemeint. Hier wird das Hilfspaket ausgenutzt und umgekehrt. Da muss von politischer Seite dringende nachgebessert werden“, fordert Eckhard Brockhoff, der seit über 30 Jahren Einzelhandelsimmobilien im ganzen Bundesgebiet vermarktet und über 18.750 Kontakte zu Hauseigentümern von Immobilien in Fußgängerzonen verfügt.

Hauseigentümer müssen weiterhin Zins- und Tilgungszahlungen leisten

Währenddessen kommen die Eigentümer der Immobilien immer mehr ins Schwitzen, weil sie ihre Zins- und Tilgungszahlungen an die Banken leisten müssen und ohne die Einzelhandels-Mieteinnahmen, die häufig der größte Teil der Mieteinnahmen sind, ist das in einigen Fällen schwierig oder gar unmöglich.

Viele Eigentümer sind auch bereit, sich über Stundungen Gedanken zu machen. Nur bedauern sie, dass sie nicht einmal die Möglichkeit haben, mit den Mietern darüber zu sprechen. „Der Gipfel ist das Verhalten von Edeka Nord, das bekannt gibt, dass es durch Corona Umsatzzuwächse verbucht, aber die Mieten nur unter Vorbehalt zahlt. Da wird den Eigentümern der Objekte Angst gemacht. In jeder Familie gibt es ein schwarzes Schaf. In der Edeka-Familie ist dies offenbar Edeka Nord. Peinlich.“, sagt Eckhard Brockhoff.

Der Vorsitzende des HDE, Stefan Genth, fordert einen Mietverzicht der Vermieter um 50%. „Sorry, das geht so einfach und pauschal nicht. Vor allem nicht über längere Zeit. Niemand weiß heute genau, wie lange die Corona-Krise zur Schließung der Läden führt. Von daher ist es absolut unverständlich, dass Weltkonzerne wie Deichmann bereits wenige Tage nach der Zwangsschließung der Läden die Hauseigentümer anschreiben und Miet- und Nebenkostenzahlungen aussetzen. Diese Unternehmen müssten in der Lage sein, eine solche Krise zu überstehen“, äußert Brockhoff sein Unverständnis. Der Immobilien-Experte bedauert zudem, dass man wenig von den Berufsverbänden hört und diese nicht entgegensteuern. Er sieht diese in der Pflicht, Stellung zu beziehen. Denn Hauseigentümer haben keine eigene Lobby.

Brockhoff verzichtet auf staatliche Hilfe und will Krise aus Eigenmitteln meistern

Seine eigene Unternehmensgruppe hat keine Kurzarbeit angemeldet und will die Krise aus eigener Kraft meistern. Und wenn die Kraft der Firma nicht reicht, dann muss die Kraft des Unternehmers, der zuvor viele Jahre von der Kraft seiner Firma gelebt hat, einspringen. „Das ist doch nur natürlich. Notfalls muss ich in mein eigenes Portemonnaie greifen. Diese Verantwortung trage ich als Unternehmer. Leider scheint diese Kultur in vielen, besonders in großen, Firmen nicht vorhanden zu sein“, kommentiert Brockhoff seinen Weg der Unternehmensführung.

In dem Vermietungsbestand von Eckhard Brockhoff und seinen Gesellschaften zeigt sich, dass Familienunternehmer, die ein Laden oder ein Geschäft betreiben, viel eher zum persönlichen Gespräch bereit sind und um eine Lösung bemüht sind, die beiden Seiten hilft. Hier herrscht eine ganz andere Moral als bei den großen Konzernen. „So ist es richtig. Denn wenn ein Mieter wirklich in Not ist, wird sich doch auch jeder Vermieter kompromissbereit zeigen und helfen“, ist sich Brockhoff sicher.

Je kleiner die Stadt, desto mächtiger die Einzelhändler

In persönlichen Gesprächen mit Entscheidungsträgern ergibt sich auch, dass diese zunächst die Nebenkostenzahlungen aussetzen und nach der Corona-Krise versuchen, die Mietzahlungen von den Vermietern storniert zu bekommen. Dazu sind aber viele Eigentümer nicht in der Lage, insbesondere in Klein- und Mittelstädten. Dort diktieren aber die Einzelhandelsunternehmer den Markt. In großen Städten, z.B. in München sieht es anders aus. Da sind die Vermieter am längeren Hebel und können sich die Mieter aussuchen. In kleineren Städten in denen ohnehin ein hoher Leerstand in den Einkaufsstraßen herrscht, sind die Mieter wesentlich dominanter.

Viele Hauseigentümer werden gezwungen sein, ihre Häuser zu verkaufen. Zu welchen Preisen auch immer. Hauptsache, sie können die Liquidität ihrer Familien sicherstellen.

Das Klagen über schlechte Umsätze ist schon seit Jahren der Gruß der Einzelhändler. Das wird sich entsprechend vertiefen, obwohl Eckhard Brockhoff davon ausgeht, dass nach Öffnung der Läden die Umsätze enorm ansteigen werden. „Die Menschen werden froh sein, wieder in die Innenstädte gehen zu können. Um dort zu verweilen und auch Käufe zu tätigen“, prognostiziert Brockhoff. Dies bestätigen internationale Handelsunternehmen durch ihre Erkenntnisse aus China, wo wochenlang die Läden geschlossen waren und dann in einer Woche Umsätze erzielt wurden, die die Einbußen noch übertroffen haben. Von daher ist von einem sprunghaften Anstieg der Umsätze auszugehen. Wenn auch die Lager voll sind und erhebliche Abschreibungen auf die Warenbestände notwendig sein werden. „Insgesamt können die Innenstädte nach der Krise profitieren, da die Menschen wieder lieber einkaufen gehen. Einkaufen gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen und wird einen Anstieg erleben. So werden die Umsätze sicher nachgearbeitet werden können“, so Brockhoff.

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Brockhoff & Partner ist der größte regionale Gewerbe-Makler in Deutschland sowie Immobilien-Marktführer im Ruhrgebiet und verfügt mit über 30 Jahren Erfahrung in der Immobilienbranche über umfassende Expertise bei der Vermarktung von Immobilien im Bereich OFFICE, INVEST, RETAIL und LOGISTICS. Zum Portfolio zählen der bundesweite Verkauf von Büroobjekten, die Bürovermietung mit Schwerpunkt im Ruhrgebiet, die Vermittlung von einzelhandelsgenutzten Immobilien in 1a-Lagen deutscher Klein-, Mittel- und Großstädte sowie die Vermietung und der Verkauf von Logistikobjekten.

Brockhoff & Partner beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Vermarktung von Einzelhandels-Immobilien in Innenstädten und gibt das Standard-Nachschlagewerk der Branche, den Atlas der 1a-Lagen, heraus. Das Unternehmen verfügt über eine Datenbank von 18.750 Hauseigentümern in deutschen Fußgängerzonen. Das Unternehmen war nach der Wiedervereinigung das erste, das auch die neuen Bundesländer mit aufgeführt hat.

 

 

Immer mehr Unternehmen wollen weniger Miete für ihre Filialen zahlen

Nach Adidas und Deichmann kündigen weitere Firmen an, weniger oder keine Miete zahlen zu wollen. Viele Vermieter dürften dadurch in Existenznot geraten.

Handelsblatt, 31.3.2020:

München, Düsseldorf. Siemens-Chef Joe Kaeser ist ein Mann klarer Worte. „Wir werden unsere Lieferanten bezahlen und erwarten von unseren Kunden auch, dass sie uns bezahlen“, schrieb er am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter. Und fügte hinzu: Man werde sich im Fall, dass eine der beteiligten Seiten Probleme habe, „zusammensetzen und sehen, was wir tun können“.

Kaeser reagiert damit indirekt auf die Vorstöße von Adidas, Puma, Deichmann und anderen Unternehmen, die angekündigt hatten, in der Coronakrise keine oder geringere Mieten für ihre Ladenlokale zu zahlen, die sie für unbestimmte Zeit schließen mussten. Das hatte am Wochenende zu heftigen Protesten und insbesondere zu einem Shitstorm mit Boykottaufrufen gegen Adidas geführt, dem sich auch prominente Politiker anschlossen.

Der Bundestag hatte vor Kurzem ein Gesetz verabschiedet, das Mieter drei Monate davor schützt, wegen Zahlungsrückständen infolge der Pandemie gekündigt zu werden. Aber das gelte nur für Mieter, die wegen der Coronakrise in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten gerieten, stellte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht klar. Ansonsten gelte: „Mieter müssen selbstverständlich ihre Miete zahlen.“

Davon wenig beeindruckt versuchen weitere Unternehmen, die Mieten für ihre geschlossenen Ladenlokale zu kürzen. Jetzt schaltet sich auch die sonst sehr verschwiegene Familie Brenninkmeijer in die Diskussion um Mietkürzungen im Einzelhandel ein.

Für jedes Geschäft im Filialnetz von C&A erwartet C&A während der von der WHO angekündigten offiziellen Dauer der Covid-19-Pandemie von seinen Vermietern eine Reduzierung der Miete und anderer Nutzungsgebühren“, schreibt Eric Brenninkmeijer, der neue Deutschlandchef der Textilkette, in einem Brief, der dem Handelsblatt vorliegt, an den Vermieter eines Ladenlokals von C&A. Und er betont in dem Schreiben, dass er eine „Reaktion innerhalb der nächsten fünf Werktage“ erwartet.

Bei der Mietkürzung während der Coronakrise will es C&A aber nicht belassen. Für den Zeitraum nach der Pandemie erwarte der Konzern „von seinen Vermietern weitere Mietanpassungen und andere relevante Unterstützung, wenn C&A seine Geschäftstätigkeit wieder aufnimmt und zur Normalität zurückkehrt“, schreibt Brenninkmeijer an den Vermieter. Der Düsseldorfer Textilriese betreibt in Europa 1300 Filialen, die alle schließen mussten.

Ein C-&-A-Sprecher bemühte sich auf Nachfrage, den forschen Ton des Schreibens abzumildern. „Wir setzen dabei auf Einsicht, Realitätssinn und den Willen, gemeinsam ein für alle Seiten akzeptables Ergebnis zu erzielen“, sagte er.

Viele Einzelhändler wollen Miete nicht zahlen
Auch Europas größter Schuhhändler Deichmann, der dafür kämpft, dass die Mieten für seine 1500 deutschen Ladenlokale gestundet werden, zeigt sich inzwischen milder. „Wir haben kein Interesse daran und werden verhindern, dass Vermieter dadurch in eine Notlage kommen“, teilte das Unternehmen mit. „Sollte sich dies in einzelnen Fällen abzeichnen, würden wir unser Möglichstes tun, um zu helfen.“

Es sind bei Weitem nicht nur Deichmann, C&A, Adidas & Co., die keine Miete mehr zahlen wollen. Auf Eckhard Brockhoffs Schreibtisch stapeln sich die Schreiben von Filialisten, die ankündigen, ihre Zahlungen einzustellen. Der Unternehmer aus Essen sieht sich als größter regionaler Gewerbemakler Deutschlands. Bekannte Namen hätten sich an ihn gewandt, berichtet Brockhoff, Konzerne wie Bijou Brigitte, die Parfümerie Pieper, Ernsting‘s Family, Kind Hörgeräte, NKD oder Thalia. Gerry Weber wolle sogar die Miete für März erstattet bekommen. Viele Firmen wollten gleich bis Dezember nichts oder deutlich weniger bezahlen.

Mietkürzung rechtmäßig
Der Makler befürchtet, dass viele Vermieter in Existenznot geraten. Denn in Klein- und Mittelstädten seien es eben keine Immobilienfonds oder Versicherungen, sondern vor allem Privatleute, die vermieten würden. „Je kleiner die Stadt oder Gemeinde, desto größer der Anteil an Privateigentümern.“

Rechtsanwalt Jörg Wacker von der Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei Ganteführer, spezialisiert auf Mietrecht, hält die Maßnahmen der Händler zumindest rechtlich für einwandfrei. Die Schließung der Geschäftsräume sei aufgrund behördlicher Anordnungen erfolgt. In solchen Krisensituationen erlaube das Bürgerliche Gesetzbuch, geschlossene Verträge anzupassen.

Der Jurist zieht Parallelen zwischen der Coronapandemie und kriegerischen Auseinandersetzungen. In Deutschland habe ein Gericht 1915 entschieden, dass der Mieter eines Tanzlokals, das die Polizeibehörden wegen des Kriegsausbruchs geschlossen hatten, seine Mietzahlungen an den Vermieter um mehr als die Hälfte kürzen durfte. Nichts anderes dürfte auch heute gelten.