Außengastronomie auf Parkflächen – bitte für immer!

Im Freien sitzen und einen Kaffee genießen, vorbeieilende Passanten beobachten oder ein gutes Gespräch führen. Die Aufenthaltsqualität in Stadtteilen mit und ohne Einzelhandelslage wird durch Außengastronomie deutlich erhöht. Die Straßen sind belebter und laden zum Verweilen ein.

Genau deshalb ist es laut Eckhard Brockhoff richtig und wichtig, die ursprünglich wegen Corona erteilte Erlaubnis für den Betrieb von Außengastronomie auf Parkflächen nicht nur zu verlängern, sondern generell zu erteilen. „Überall da, wo es eine funktionierende Außengastronomie gibt, funktionieren die Stadtteile und ihr Einzelhandel. Gastro und Shopping gehören einfach zusammen“, weiß der Immobilienprofi Brockhoff, der seine Karriere vor über 35 Jahren mit der Vermietung von Einzelhandelslokalen begann.

Ein Beispiel nehmen könne man sich an der Stadt Wien, die nach einer Corona-bedingten Pause im Jahr 2022 von Economist Intelligence Unit (EIU) wieder zur lebenswertesten Stadt der Welt gerankt worden ist. „In Wien gibt es an jeder Ecke ein Café, eine Bar oder ein Restaurant mit Außengastronomie. Nicht nur in belebten Straßen, sondern auf das gesamte Stadtgebiet verteilt. Das erhöht die Attraktivität und Wohnqualität, da viele Menschen ohne Balkon oder Garten wohnen und dennoch gerne Zeit im Freien verbringen“, erklärt Eckhard Brockhoff.

Profitieren kann davon besonders der stationäre Einzelhandel. Denn da, wo Menschen auf der Straße unterwegs sind, gehen sie auch in Geschäfte, anstelle online zu kaufen, wenn sie auf der heimischen Couch sitzen.

Auch, wenn der Außengastronomie Parkplätze zum Opfer fallen, ist der Appell des Immobilien-Spezialisten eindeutig: „Der Schlüssel zu lebhaften Stadtteilen mit funktionierendem Einzelhandel liegt in der Aufenthaltsqualität. Und hierfür brauchen wir mehr Außengastro, die Plätze zum Verweilen bieten.“